Teileverfolgung in der Automobilproduktion
Fehlende Transparenz in der Automobilproduktion
Die Automobilindustrie arbeitet in hochkomplexen, global vernetzten Lieferketten. Störungen gehören zum Alltag – von Rohstoffengpässen bis hin zu geopolitischen Entwicklungen.
Pandemie, Halbleiterknappheit, Material- und Personalmangel sowie geopolitische Verschiebungen haben Lieferketten spürbar destabilisiert. Die Folgen: Produktionsstillstände, unsichere Planung durch fehlende Bestandsübersicht, entgangene Umsätze und steigende Kosten.
Die Grenzen manueller Prozesse
Manuelle Erfassung per Barcode ist bis heute in vielen Produktionsumgebungen der Standard zur Identifikation von Teilen. Mit steigender Variantenvielfalt und komplexeren Abläufen reicht dieser Ansatz jedoch nicht mehr aus.
Kürzere Taktzeiten lassen weniger Zeit für das Scannen, während gleichzeitig mehr Daten erfasst werden müssen. Manuelle Prozesse erhöhen den Aufwand, sind fehleranfällig und liefern keine Echtzeitdaten. Beschädigte Labels werden unlesbar, und auch kamerabasierte Systeme funktionieren nur mit Sichtkontakt – nach dem Einbau von Teilen ist das nicht mehr gegeben.
Die Qualitätsanforderungen in der Automobilindustrie verlangen präzisere Daten, durchgängige Integration und stabile Prozesse.
RFID für die Teileverfolgung in der Produktion
Automobilhersteller setzen zunehmend auf RFID, um Teile entlang von Lieferungen und Produktionsprozessen durchgängig zu identifizieren und zu verfolgen.
RFID-Tags erfüllen die Anforderungen der Automobilproduktion an Robustheit, Geschwindigkeit und Effizienz. Sie lassen sich direkt in Bauteile integrieren oder am Objekt anbringen und bleiben zuverlässig lesbar – im Karton, auf der Palette oder im Transport. Ganze Paletten oder LKW-Ladungen werden ohne manuellen Aufwand erfasst, ein Sichtkontakt ist nicht erforderlich. Auch nach dem Einbau bleiben Teile identifizierbar.
Durch die digitale Verknüpfung von Beständen über Lieferanten, Logistik und Produktion hinweg entstehen durchgängige Datenflüsse. Diese lassen sich nahtlos in Systeme wie ERP, MES oder Cloud-Anwendungen integrieren.
RFID automatisiert die Teileverfolgung, ermöglicht hohe Leseraten bei minimaler Fehlerquote und schafft die Grundlage für eine vernetzte, effiziente Produktion.
Wie RFID Transparenz entlang der Lieferkette schafft
RFID zeigt seinen Nutzen vor allem dann, wenn Bauteile bereits beim Zulieferer gekennzeichnet werden. Die Datenerfassung läuft dann automatisch über Logistik und alle Produktionsstufen hinweg. OEMs und Zulieferer sehen jederzeit, wo sich Teile befinden und vermeiden Engpässe sowie Störungen im Ablauf.
RFID unterstützt JIT- und JIS-Prozesse durch automatische Verladekontrolle. Die richtigen Teile gelangen zur richtigen Zeit an den richtigen Ort, Montageprozesse laufen stabil, und Fehler oder Vertragsstrafen werden vermieden.
„„Je wichtiger Sequenzierung und Taktung werden, desto entscheidender ist RFID, um Materialfluss, Effizienz und Qualität abzusichern.“
— Richard Wilding, Professor für Supply-Chain-Strategie, Cranfield University.“ –
Steigende Variantenvielfalt erhöht die Anforderungen an die Steuerung. Echtzeitdaten auf Bauteilebene ermöglichen einen stabilen Materialfluss, reduzieren Pufferbestände und helfen, veraltete Komponenten frühzeitig zu erkennen und gezielt zu verwerten.
RFID arbeitet zuverlässig auch unter anspruchsvollen Bedingungen und erfasst Bauteile über alle Varianten hinweg schnell und fehlerfrei. Lesepunkte im gesamten Werk – an Toren, auf Flurförderzeugen oder entlang von Förderstrecken – verfolgen Komponenten vom Wareneingang über Lager, Karosserie, Lack und Montage bis zum Fertigfahrzeug.
„Mit durchgängiger RFID-Transparenz wird erstmals das Gesamtbild sichtbar.“
— Stephan Freichel, Professor für Distributionslogistik, Technische Hochschule Köln.
RFID-Lesegeräte lassen sich direkt mit ERP- und MES-Systemen verbinden und dokumentieren jedes einzelne Bauteil sowie den Ist-Zustand jedes Fahrzeugs. Diese Daten ermöglichen kontinuierliche Prozessverbesserung, kürzere Durchlaufzeiten und den Einsatz von Machine Learning und KI. RFID erfasst Daten unabhängig von Einbausituation oder Sichtkontakt – ohne den Produktionsfluss zu unterbrechen.
Fazit
RFID schafft die notwendige Transparenz und Kontrolle in der Automobilproduktion. Prozesse lassen sich stabilisieren, Bestände reduzieren und Abläufe effizient steuern.
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RFID ermöglicht die durchgängige Verfolgung von Bauteilen über alle Produktionsstufen hinweg und schafft Transparenz vom Zulieferer bis zum fertigen Fahrzeug.
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